Öffnet in einem neuen Tab

Urabstimmung

Willst du über die Positionen der SUB mitentscheiden? Im November kannst du als SUB-Mitglied während einer Woche darüber abstimmen, ob das vom Studierendenrat überarbeitete Positionspapier Nachhaltigkeit angenommen wird.

Worum geht es?

Der Studierendenrat hat am 11.12.2025 die überarbeitete Version des Positionspapiers Nachhaltigkeit der SUB verabschiedet. Gegen diesen Beschluss wurde das Referendum ergriffen. Seit September 2019 ist bereits ein Positionspapier Nachhaltigkeit in Kraft. Wenn die überarbeitete Version des Positionspapiers durch die SUB-Mitglieder abgelehnt wird, bleibt das bestehende Positionspapier von 2019 in Kraft.

Was ist eine Urabstimmung?

Du kannst mitreden, wie sich die Uni entwickeln soll! Im November findet eine Urabstimmung statt. Das heisst, alle SUB-Mitglieder werden zu einer Vorlage ihre Stimme abgeben können. Was die SUB-Mitglieder entscheiden, ist rechtlich bindend für die Organe der SUB.

Gib auch du deine Stimme ab und bestimme mit wie sich die Uni entwickeln soll. Das Abstimmungsfenster ist vom 09.11.2026, 12:00–16.11.2026, 12:00 geöffnet.

Warum gibt es diese Urabstimmung?

Das Parlament der SUB, der Studierendenrat, hat am 11.12.2025 die überarbeitete Version des Positionspapiers Nachhaltigkeit der SUB verabschiedet. Gegen diesen Beschluss wurde das Referendum ergriffen. Ein Referendum kommt zustande, wenn mehr als 350 SUB-Mitglieder innerhalb eines Monats nach dem Beschluss dies verlangen.

Was ist das Positionspapier Nachhaltigkeit?

Positionspapiere legen den inhaltlichen Grundstein für die politische Arbeit der SUB. Positionspapiere werden durch das Parlament der SUB, dem Studierendenrat beraten und verabschiedet. Danach sind sie für die Organe der SUB in ihrer Arbeit verbindlich. Das heisst, dass Positionspapiere beispielsweise für den Vorstand der SUB als Richtschnur dienen, wenn er die Anliegen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung oder gegenüber dem Gross- und Regierungsrat des Kantons Bern vertritt. Die SUB hat aktuell insgesamt neun Positionspapiere so z.B. zu Studiengebühren, zu guter Lehre oder eben zu Nachhaltigkeit.

Aktuell ist bereits ein Positionspapier Nachhaltigkeit in Kraft. Dieses gilt seit dem September 2019. Am 11.12.2025 hat der Studierendenrat eine überarbeitete Version des Positionspapiers behandelt und angenommen. Wenn die überarbeitete Version des Positionspapiers durch die SUB-Mitglieder abgelehnt wird, bleibt das bestehende Positionspapier aus 2019 in Kraft.

 

Abstimmungsfrage

Willst du das Positionspapier Nachhaltigkeit vom 11.12.2025 annehmen?

Empfehlung des Studierendenrats und des Ja-Komitees: JA

Empfehlung des Referendumskomitees: NEIN

Abstimmung im Studierendenrat

16 JA, 4 NEIN, 3 Enthaltungen

Rechtliche Grundlagen

 

Parolen der politischen Gruppierungen der SUB

Sozialdemokratisches Forum Uni Bern: JA

Jungfreisinnige Uni Bern: NEIN

Junge Grüne Uni Bern: JA

Junge Grünliberale Uni Bern: NEIN

Junge Mitte Uni Bern: NEIN

Fachschaftsvertretung:

 

Mit dem in dieser Urabstimmung vorliegenden Positionspapier Nachhaltigkeit vom Dezember 2025 wurde das bestehende Positionspapier Nachhaltigkeit der SUB von 2019 überarbeitet. Die grundsätzlichen Forderungen bleiben weitgehend erhalten, jedoch ist das neue Papier, im Vergleich zum bestehenden Papier, stark erweitert worden. Das Positionspapier enthält nun eine stärkere politische Akzentuierung, und zwar durch ergänzende Punkte wie die dekoloniale Wissenschaftskritik, gesellschaftspolitische Einordnungen der Klimakrise, konkrete Forderungen zur Umsetzung bestehender Massnahmen sowie teilweise weitergehende ökologische Vorgaben. Grosse Teile des Positionspapiers von 2019 wurden im neuen Positionspapier wortwörtlich übernommen, was auf eine inhaltliche Weiterentwicklung des bestehenden Positionspapiers hinzielt, als auf eine komplette Neuausrichtung.

So wird im neuen Papier ausdrücklich gefordert, die Perspektiven marginalisierter und unterdrückter Gemeinschaften stärker zu berücksichtigen. Die Klimakrise wird ausserdem als ein epistemisches Problem definiert, bei dem westlich-technokratische Wissenssysteme andere Denk- und Lebensweisen verdrängen können. Dadurch wird Nachhaltigkeit nicht mehr nur als ein ökologisches Handlungsfeld, sondern auch zusätzlich als die Frage gesellschaftlicher Gerechtigkeit behandelt.

Im Positionspapier aus 2019 forderte die SUB die Schaffung eines Massnahmenplans bis Ende 2020. Das Papier aus 2025 verweist darauf, dass die Universität inzwischen eine Roadmap Klima 2030 entwickelt hat. Die Forderung verändert sich entsprechend: nun soll die Roadmap transparent, konsequent und überprüfbar umgesetzt werden und berücksichtigt somit die Entwicklungen innerhalb der Universität seit 2019.

Während im Papier aus 2019 ein weiterhin gemischtes Mensaangebot mit reduziertem Fleisch- und Fischkonsum vorgesehen war, wird im Papier aus 2025 ein pflanzliches Angebot gefordert. Der Text lässt allerdings offen, ob die SUB sich für ein vollständig veganes Mensaangebot einsetzen soll oder lediglich eine Reduktion von tierischem Angebot anstreben soll.

Das Positionspapier von 2025 ist prinzipiell eine Weiterentwicklung des bestehenden Papiers von 2019. Viele Forderungen, einschliesslich der Kritik an einer profitorientierten Wirtschaftsordnung, wurden übernommen. Das neue Papier ist zudem deutlich länger als das alte, was aber nicht gleich dazu geführt hat, dass mehr neue Forderungen gestellt wurden. Begründungen sind neu ausführlicher, Quellen aktualisiert und Beschreibungen erweitert worden.

Nachhaltigkeit ja – Bevormundung nein

Das Positionspapier enthält viele Forderungen, die kaum jemand bestreitet. Beim Thema Mensa geht es aber zu weit: Die SUB soll fordern, dass die Mensen ein «rein pflanzliches Angebot» bereitstellen. Dazu sagen wir Nein.

 

Wahlfreiheit statt Vorschrift

Was auf den Teller kommt, ist eine persönliche Entscheidung. Sie hängt von Überzeugung, Gesundheit, Budget und Kultur ab. Die SUB vertritt alle Studierenden, nicht nur jene, die sich pflanzlich ernähren. Wer vegan essen will, soll das können. Wer nicht, darf nicht vom Angebot ausgeschlossen werden.

Der Anreiz ist längst da

Schon heute ist das vegetarische Menü «Garden» in den Mensen der Universität Bern die günstigste Variante. Der finanzielle Anreiz, pflanzlich zu essen, ist damit bereits am stärksten. Das Papier will trotzdem weitere «finanzielle Anreize» und Preise, die die «externalisierten Kosten» von Fleisch und Fisch berücksichtigen. Das läuft auf Aufschläge für alle hinaus, die anders essen, obwohl das Papier selbst «preiswerte Gerichte für die Studierenden» verlangt.

Verbindlich statt freiwillig

Das Papier hält «rein freiwillige Massnahmen und Empfehlungen» für ungenügend und verlangt verbindliche Regeln. Nicht-nachhaltiges Verhalten solle «nicht länger unterstützt werden». Wir wollen überzeugen statt verpflichten: Gute pflanzliche Angebote bewegen mehr als Vorschriften.

Mitbestimmung statt Politik von oben

Das Papier wurde vom Studierendenrat verabschiedet. Mit der Urabstimmung entscheiden nun alle. Wir wollen, dass sich Studierende einbringen können, statt dass ihnen eine illiberale Linie vorgegeben wird.

Darum Nein

Ein Nein ist kein Nein zur Nachhaltigkeit. Es ist ein Ja zu Wahlfreiheit, Eigenverantwortung und einem Papier, das Angebote fördert, statt Einschränkungen zu fordern.

Darum empfiehlt das Komitee: NEIN

Dem Komitee gehören folgende SUB-Gruppierungen an:

Jungfreisinnige Uni Bern, Junge Grünliberale Uni Bern, Junge Mitte Uni Bern

Die Klimakrise ist hier

Der Hitzesommer 2026 hat allein in der Schweiz rund 600 Menschen das Leben gekostet. Dürre zerstörte Ernten und Wälder, Murgänge wie in Blatten bedrohen die Alpen, und in Nepal forderte eine Sturzflut über 1300 Todesopfer. Besonders Arbeitende, Schulkinder sowie ältere und kranke Menschen litten massiv. Die Klimakrise ist keine ferne Zukunftsfrage mehr.

Es zählt jetzt

Wir haben den Bereich des sicheren, stabilen Klimas verlassen. Die Welt steuert auf eine Erwärmung weit über 2 °C zu. Die 1,5-°C-Grenze wird in wenigen Jahren überschritten, dann drohen unumkehrbare Kipppunkte wie ein Kollaps des Golfstroms. Was in den nächsten Jahren geschieht, entscheidet über unsere Zukunft.

Seit Jahrzehnten ist klar, was nötig wäre: raus aus Öl und Gas. Die Lösungen dafür liegen auf dem Tisch, aber klar ist auch, dass innerhalb der nächsten Jahre ein umfassender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel stattfinden muss. Die Verantwortung dafür kann nicht auf den Individuen liegen.

 

Die Universität muss handeln

An der Uni Bern wird die Klimakrise umfassend erforscht. Doch Wissen allein genügt, es muss auch angewendet werden. Tausende Studierende werden hier für eine Zukunft ausgebildet, die auf der Kippe steht. Als Institution und Vorbild trägt die Universität Verantwortung. Als Studierende haben wir viel mehr Einfluss, wenn wir die Uni klimaneutral machen, als wenn wir nur individuell verzichten.

Unsere Forderungen Deshalb hat die SUB ein Positionspapier zur ökologischen Nachhaltigkeit erarbeitet. Die Universität soll:

  • ihr Ziel netto null bis 2030 mit konkreten Massnahmen erreichen und transparent über Emissionen berichten
  • zum Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren
  • studentische Projekte für Nachhaltigkeit unterstützen
  • nicht mit Firmen zusammenarbeiten, die Menschenrechte verletzen oder in fossile Energien investieren
  • Gebäude sanieren, nachhaltig beschaffen und Abfall reduzieren
  • keine Kurzstreckenflüge mehr finanzieren
  • Forschung zu Nachhaltigkeit stärken
  • Nachhaltigkeit in alle Studiengänge integrieren
  • ein nachhaltiges, attraktives, ausgewogenes und rein pflanzliches Mensaangebot bereitstellen und Food Waste reduzieren

Ein Ja gibt der SUB den Rückhalt

All das wird nicht von heute auf morgen umgesetzt, doch die Veränderungen sind machbar. Mit einem Ja legitimiert ihr uns, diese Forderungen gegenüber der Universität zu vertreten. Um uns so für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen, brauchen wir ein aktuelles Positionspapier.

 

Darum empfiehlt das Komitee: JA

Dem Komitee gehören folgende SUB-Gruppierungen an:

Sozialdemokratisches Forum Uni Bern, Junge Grüne Uni Bern, Plant Based Universities Bern, Health for Future Bern, Feministisches Hochschulkollektiv Bern, ciné liminal

Warum sollte ich mein Stimmrecht wahrnehmen?

Du kannst mitreden, wie sich die Uni entwickeln soll! Was die SUB-Mitglieder entscheiden, ist rechtlich bindend für die Organe der SUB. Das heisst, dass Positionspapiere beispielsweise für den Vorstand der SUB als Richtschnur dienen, wenn er die Anliegen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung oder gegenüber dem Gross- und Regierungsrat des Kantons Bern vertritt.

 

Wer ist alles stimmberechtigt?

Stimmberechtigt sind alle SUB-Mitglieder, das heisst grundsätzlich alle immatrikulierten Studierenden auf Bachelor- oder Masterstufe der Universität Bern, welche nicht ein entsprechendes Austrittsgesuch an die Universitätsleitung gestellt haben. Massgebend dafür ist die SUB-Mitgliedschaftsliste, welche durch die Abteilung für Zulassung, Immatrikulation und Beratung zur Verfügung gestellt wird.

 

Ist meine Stimme geheim?

Ja, was du abstimmst, kann nicht mit dir als Person in Verbindung gebracht werden. Das Wahltool überprüft nur, ob du SUB-Mitglied und damit stimmberechtigt für diese Urabstimmung bist.

 

Was bedeutet ein «JA» und was bedeutet ein «NEIN»?

Wenn du «JA» stimmst, dann nimmst du die Abstimmungsvorlage, also das aktualisierte Positionspapier Nachhaltigkeit vom 11.12.2025, an. Wenn du «NEIN» stimmst, dann stimmst du dem Referendumskomitee zu und lehnst die Abstimmungsvorlage, also das aktualisierte Positionspapier Nachhaltigkeit vom 11.12.2025, ab. Wenn eine Mehrheit der Abstimmenden die Abstimmungsvorlage ablehnt, bleibt das bestehende Positionspapier Nachhaltigkeit vom 26.09.2019 weiterhin in Kraft.

 

Bis wann kann ich wo meine Stimme abgeben?

Das Abstimmungsfenster ist vom 09.11.2026, 12:00 bis am 16.11.2026, 12:00 geöffnet. Du kannst deine Stimme auf dem offiziellen Wahltool der SUB abgeben. Dafür musst du dich mit deinem Uni-Account einloggen, damit überprüft werden kann, ob du SUB-Mitglied und damit stimmberechtigt für die Urabstimmung bist.

 

Wo finde ich die Resultate der Abstimmung?

Nach dem Ende des Abstimmungsfensters werden die Resultate der Abstimmung spätestens bis am Dienstag, den 17.11. auf dieser Seite und auf den weiteren offiziellen Kanälen der SUB publiziert.

 

Kontakt

Du hast Fragen zur Urabstimmung oder Probleme bei der Stimmabgabe? Kontaktiere das Urabstimmungsbüro unter hc.ebinuobfsctd-5771b4@bus.gnummitsbaru.