SUB Umfrage

Wie viele Studierende arbeiten neben dem Studium? Wie erleben sie den Campus? Ist sexuelle Belästigung an der Universität Bern ein Problem? Was sind die Wohnbedürfnisse der Studierenden?

Alle drei Jahre führt die SUB eine Grossumfrage unter allen Studierenden an der Universität Bern durch, um die Interessen, Bedürfnisse und Meinungen der Studierenden über verschiedene Bereiche hinweg zu erfassen. Ziel ist es, die Interessen bestmöglich vor der Universität, dem Kanton und auf nationaler Ebene vertreten zu können. Dabei werden Themen wie studentisches Wohnen, Studium und Arbeit, Studium und Familie, Diskriminierung an der Universität und der Studiumsalltag erfragt.

Die nächste Umfrage wird im Herbstsemester 2026 durchgeführt.

Die SUB Umfrage 2023 hatte eine Rücklaufquote von 11.08%. Die durchschnittliche Ausfüllerin ist weiblich und 23 Jahre alt. Die SUB Umfrage 2023 beinhaltet folgende Themen:

  • Studieren und Familie
  • Studieren und Wohnen
  • Studieren und Arbeiten
  • Mobilität und Austausch
  • Campus
  • Lehre
  • Wohlbefinden im Studium

Hier findest du einen Ausschnitt der Umfrageergebnisse.


Studieren mit Kind

  • 50% der befragten Studis mit Kind(ern) geben an, dass Kinderbetreuung und Studium immer noch schwierig zu vereinbaren sind. Und knapp 70% müssen wegen der Kinderbetreuung ihr Studium abweichend vom Studienplan organisieren.
  • Sie wünschen sich eine einheitliche Regelung der Anwesenheitspflicht und dass Abwesenheiten nicht zählen, wenn das Kind krank ist. Podcasts würden zur besseren Vereinbarkeit beitragen. Zudem bedarf es stärkerer finanzieller Unterstützung und der Streichung der Erhöhung der Semestergebühren bei langer Studienzeit für studierende Eltern.

Studieren und Wohnen

  • 41% der befragten Studierenden wohnen noch bei ihren Eltern. Von den restlichen 60% wohnen 39% in WGs, 12% mit Partner*in und rund 8% alleine.
  • Der Median für die Miete der Studierenden, die nicht mit den Eltern wohnen, beläuft sich auf 690 Franken und ist damit seit der SUB Umfrage 2020 (650) um 40 Franken angestiegen.

Studieren und Arbeiten

  • Insgesamt waren 82% der befragten Studis in den letzten 12 Monaten erwerbstätig. Im Vergleich weisen Studis der Uni Bern eine höhere Erwerbstätigkeitsquote auf als der Durchschnitt aller Studierenden in der Schweiz (73%). Als Hauptgrund für die Erwerbstätigkeit wird die Finanzierung des Lebensunterhalts angegeben.
  • Masterstudierende haben im Monat einen Medianlohn von 1’150, Bachelorstudierende 800 Franken. Männliche und nicht-binäre Studis verdienen besser als weibliche Studierende.

Wohlbefinden im Studium

  • Rund ein Viertel der Befragten hat angegeben, chronische oder andauernde gesundheitliche Beschwerden zu haben. Davon haben fast 50% mentale oder psychische Probleme.
  • Zusätzlich wurde auch ihr Wohlbefinden nach WHO-5 erfragt. Diese Skala wird als Screening-Instrument für Depressionen benutzt. 50 ist der Schwellenwert, ab welchem weitere Untersuchungen unternommen werden. Das Resultat ist besorgniserregend: Der durchschnittliche Score unter den Befragten liegt bei 50.79. Während der Durchschnitt bei männlichen Befragten 55.48 ist,  liegt er bei weiblichen (48.62) und nicht-binären (43.17) Personen deutlich unter dem Schwellenwert.

Lehre

  • Die Mehrheit der Studis ist mit der Vermittlung der Lehrinhalte generell zufrieden. Jedoch wünschen sich 51% mehr Podcasts. Die Mehrheit ist sich nicht bewusst, dass die Universität Bern eine Empfehlung zur Bereitstellung von Podcasts erlassen hat.
  • Die Zufriedenheit mit der Bereitstellung von Podcasts unterscheidet sich je nach Studienfach erheblich. Während sich so bei den Medis bloss 6% mehr Podcasts wünschen, sind es bei den Jus-Studierenden rund 95%. Mit 63-95% wünschen sich insbesondere Studierende in Fakultäten, die noch kaum Podcasts anbieten, ein flächendeckendes Podcastangebot.

Diskriminierung

  • Insgesamt wurde rund jede*r zehnte Umfrageteilnehmer*in an der Universität Bern bereits diskriminiert. Die meistgenannten Gründe für die Diskriminierung sind die Geschlechtsidentität, die Religion und die soziale Herkunft.
  • Nur 4% der Studierenden geben an, den Vorfall gemeldet zu haben. In der Aufklärung zu Diskriminierungsvorfällen und beim Aufwand des Meldens von Diskriminierungsvorfällen besteht noch grosses Verbesserungspotenzial.

Sexualisierte Belästigung

  • 8% der Umfrageteilnehmer*innen haben schon einmal sexualisierte Belästigung erfahren. In den meisten Fällen ist die sexualisierte Belästigung von einer mitstudierenden Person ausgegangen und fand in 58% der Fälle auf dem Uni-Areal statt.
  • Nur eine Person, die in der Umfrage angegeben hat, sich an der Universität sexualisiert belästigt gefühlt zu haben, hat diesen Vorfall bei einer Anlaufstelle gemeldet. Nur 53% der Umfrageteilnehmer*innen kannten die Beratungsstelle der Berner Hochschulen.

Gendergerechte Sprache

  • Gesamthaft befürworten 60% der Studierenden den Gebrauch von geschlechtergerechter Sprache an der Universität Bern, nur 18% ausschliesslich männliche Studis sind dagegen. Während von den non-binären und weiblichen Studierenden eine deutliche Mehrheit gendergerechte Sprache befürwortet, sind es bei den männlichen Studierenden nur 41%.
  • Die aktuelle Umsetzung der geschlechtergerechten Sprache finden 56% der männlichen Personen, aber nur 22% der nicht-binären Personen (sehr) gut. Diese Einschätzung variiert je nach befragter Personengruppe stark: Nur 29% der Medizinstudis finden die Umsetzung (sehr) gut, aber 78% der Studis an der Theologischen Fakultät.

Ergebnisse 2023

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QSE Bericht SUB Umfrage 2023

Fragen zur Qualitätssicherung und -entwicklung

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SUB Umfrage 2023 Grossbericht

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SUB Umfrage 2023 Kurzbericht

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Ergebnisse 2017 & 2020

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SUB-Umfrage 2020: Bericht

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sub_umfrage_bericht_final.pdf
SUB-Umfrage 2017

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wichtigste-erkenntnisse-grossumfrage.pdf
SUB-Umfrage 2020: Wichtigste Erkenntnisse

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Interview in the student newspaper in German


Newspaper article in German


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