Die SUB definiert Alter, Geschlecht und Geschlechtsidentität, Nationalität und Migrations-/Fluchtkontext, Physische Behinderung, Psychische Erkrankung, Rassifizierung, Religiöse Überzeugung und Weltanschauung, Sexuelle und Romantische Orientierung, Sozialer Kontext, Sprache und Vereinbarkeit als Analysekategorien. Diese sind nicht abschliessend zu verstehen.
Alter
Das Studium an der Universität Bern ist an einem geradlinigen Ausbildungsweg orientiert. Viele Menschen, insbesondere Geflüchtete aber auch Quereinsteigende, weisen einen nicht geradlinigen Bildungsweg auf, der mit komplexen Lebensrealitäten in Verbindung steht.
Für studierende Eltern hat die SUB das Vernetzungstreffen SUB-KiStE organisiert.
Geschlecht & Geschlechtsidentität
Die Universität Bern ist zweigeschlechtlich organisiert. Beispielsweise müssen sich Studierende bei der Einschreibung dem Geschlecht «Frau» oder «Mann» zuordnen. Die Existenz von Menschen ausserhalb des binären Geschlechterspektrums wird an der Universität Bern somit negiert. Im März 2022 hat die bärner studizytig einen Artikel mit dem Titel «Binäre Realitäten und queere Toiletten» geschrieben, der beschreibt, wie die Uni Bern mit Nonbinarität umgeht.
Die SUB unterstützt und / oder initiiert folgende Projekte zu diesem Thema:
Nationalität und Migrations-/Fluchtkontext
Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder Personen im Migrations- /Fluchtkontext sind im Hochschulzugang, während des Studiums, in der Forschung und im Universitätsalltag mit besonderen Hindernissen (z.B. sprachlicher, kultureller und bürokratischer Natur) konfrontiert.
Die SUB unterstützt und / oder initiiert folgende Projekte zu diesem Thema:
Physische Behinderung
Physische Behinderungen beeinträchtigen den universitären Alltag von betroffenen Menschen massgeblich. Die Universität Bern soll inklusiv sein. Allen (zukünftigen) Studierenden der Universität Bern muss es möglich sein, die physischen Räumlichkeiten und die digitale Infrastruktur barrierefrei navigieren zu können.
Der VSS hat ein Positionspapier zum Thema Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit herausgegeben.
Die SUB unterstützt myAbility, ein Karriereprogramm für Studierende und frische Absolvent*innen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankungen.
Weitere Infos zu Hochschulstudium trotz Beeinträchtigung findest du auf der Website swissuniability.ch.
Psychische Erkrankung
Die SUB fordert von der Universität Bern, ihre Angehörigen auf psychische Beeinträchtigung zu sensibilisieren. Darüber hinaus muss für betroffene Menschen ein Rahmen geschafft werden, ihren universitären Alltag zu gestalten und ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen zu können. Hast du ein Anliegen? Wende dich an uns: kummerkasten@sub.unibe.ch
Du kannst du auch bei der Beratungsstelle der Berner Hochschulen melden.
Rassifizierung
Die Universität Bern ist in andauernde kolonial-rassistische Strukturen verstrickt. Die SUB fordert von der Universität Bern, eine dekoloniale und antirassistische Haltung auf allen Ebenen einzunehmen und danach zu handeln.
Die SUB war die letzten Jahre Teil der Aktionswoche gegen Rassismus der Stadt Bern. In diesem Zusammenhang hat die SUB folgende Stellungnahmen veröffentlicht:
Die Universität Bern muss strukturellen Rassismus bekämpfen
Für einen chancengleichen Hochschulzugang für geflüchtete Menschen
2018 wurde in der bärner studizytig folgender Artikel zur SUB-Veranstaltung publiziert: Gemeinsam gegen Rassismus
Anlaufstelle Antirassismus
Die Uni Bern verfügt in der Abteilung für Chancengleichheit neu über eine Anlaufstelle für Rassismus. Betroffene können persönlich einen rassistischen Vorfall melden und einen Beratungstermin vereinbaren oder dies anonym über ein Online-Meldeformular tun.
Religiöse Überzeugung & Weltanschauung
Die Universität Bern ist geprägt vom christlich-religiösen Kontext des Kantons Bern. Dies widerspiegelt sich beispielsweise in den geltenden christlich- religiösen Feiertagen. Andere religiöse Überzeugungen und Weltanschauungen werden in der Organisation und den geltenden Strukturen an der Uni Bern mangelhaft berücksichtigt.
Der Raum der Stille ist ein multireligiöser und weltanschaulich pluralistischer Ort an der Unitobler, der die Vereinbarkeit von Studium und Glauben bzw. Weltanschauung erleichtern soll.
Raum der Stille
Seit dem Herbstsemester 2021 ist ein multireligiöser und weltanschaulich pluraler Raum der Stille an der Universität Bern in Betrieb. Der Raum der Stille erleichtert die Vereinbarkeit von Studium und Glauben bzw. Weltanschauung. Zudem schafft er einen Ort für Begegnung, wo Studierende und Mitarbeitende unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen zusammenkommen.
Raum der Stille
Raum der Stille – ein Einblick
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten des Raums der Stille entsprechen den Öffnungszeiten der Unitobler Gebäude:
- Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Während der vorlesungsfreien Zeit können die Öffnungszeiten eingeschränkt werden.
Zugang
Der Raum der Stille befindet sich im Unitobler Gebäude an der Länggassstrasse 49. Die Raumnummer lautet: B-105. Im Video unten findest du eine Wegbeschreibung.
Barrierefreie Zugänglichkeit: Der Raum ist barrierefrei zugänglich über den Lift links nach dem Eingang im Gebäude an der Länggassstrasse 49 oder über den Lift im Gebäude am Lerchenweg 36.
Wegbeschreibung zum Raum der Stille
Nutzung des Raumes
Der Raum der Stille steht Einzelpersonen und Gruppen für Meditation, Gebet und Stille offen. Alle religiös und säkular ausgerichteten Studierenden und Mitarbeitenden der Universität Bern, der Berner Fachhochschulen, der Pädagogischen Hochschule Bern sowie weiterer Schweizer Hochschulen können den Raum nutzen. Um ein Nebeneinander individueller Nutzung von Einzelpersonen und Nutzung von Gruppen anzustreben, gelten folgende Grundsätze:
- Der Raum der Stille dient hauptsächlich der Nutzung von Einzelpersonen und die Stille soll während den Öffnungszeiten gewährleistet sein.
- Während definierten Zeitfenstern führen Mitglieder des Vereins Raum der Stille an der Universität Bern Veranstaltungen – wie beispielsweise Meditationen – im Raum durch. Gruppen, die nicht Mitglied des Vereins sind, können die Nutzung des Raumes für Einzelveranstaltungen beim Verein beantragen.
- Die Nutzung des Raumes muss inhaltlich vereinbar sein mit dem Zweck des Raumes, Einzelpersonen und Gruppen für Meditation, Gebet und Stille zur Verfügung zu stehen.
Verhaltensregeln
Im Raum der Stille gilt die allgemeine Verwaltungs- und Hausordnung für die Gebäude der Unitobler, wo der Raum situiert ist.
Der Verein Raum der Stille definiert zudem folgende Verhaltensregeln:
- Gewährleistung der Stille;
- kein Tragen von Strassenschuhen;
- keine Benutzung elektronischer Geräte bei der individuellen Nutzung;
- kein Schlafort;
- kein Konsum von Lebensmitteln;
- eigens mitgebrachte Utensilien müssen beim Verlassen des Raumes wieder mitgenommen werden.
Dialogprojekt “Raum der Stille”
Der «Raum der Stille» soll einen Anlass für die Begegnung Angehöriger unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen schaffen. Der Verein Raum der Stille will den interkulturellen, interkonfessionellen und interreligiösen Austausch und das gegenseitige Verständnis im universitären Alltag fördern. Dafür führt der Verein Raum der Stille Veranstaltungen durch oder beteiligt sich an Veranstaltungen, die diesem Zweck folgen.
Veranstaltungen durch oder beteiligt sich an Veranstaltungen, die diesem Zweck folgen.
Verantwortlichkeit
Die Verantwortung für den Raum der Stille liegt beim Verein Raum der Stille. Aktuell besteht der Verein aus folgenden Gruppierungen:
Der Verein ist offen für weitere religiöse und säkulare Hochschulgruppierungen. Kontaktiere uns gerne bei Interesse an einer Mitwirkung.
Kontakt
E-Mail Adresse: raumderstille@lists.unibe.ch
Bei Fragen oder Anliegen darfst Du uns gerne per Mail kontaktieren. Anfragen für Raumreservationen für Veranstaltungen nehmen wir ebenfalls per Mail entgegen.
Sexuelle & romantische Orientierung
Heterosexualität soll im universitären Kontext nicht als Voraussetzung oder “Normalität” gesehen werden. Die SUB fordert von der Universität Bern die Anerkennung der Vielfalt sexueller und romantischer Orientierungen in Lehre, Forschung und Verwaltung.
Die SUB unterstützt und / oder initiiert folgende Projekte zu diesem Thema:
Sozialer Kontext
Die universitären Strukturen müssen aktiv und nachhaltig verändert werden, damit alle Menschen unabhängig ihres sozialen Kontexts gleiche Chancen beim Zugang zur Hochschule sowie der Ausgestaltung des Studiums haben.
Die SUB unterstützt und / oder initiiert folgende Projekte zu diesem Thema:
Sprache
Die SUB fordert von der Universität Bern eine kritische Auseinandersetzung mit Sprache und die Verwendung einer konsequent gendergerechten, diversitätssensiblen und diskriminierungsfreien Sprache. Ausserdem setzt sie sich darfür ein, dass barrierefreie Kommunikation an der Universität Bern gefördert wird.
Hier gehts zur Infopage und zum Leitfaden Gendergerechte Sprache der UniBe
Vereinbarkeit
Für mehr Gleichstellung und Chancengleichheit müssen die komplexen Lebensrealitäten der Studierenden angemessen berücksichtigt werden. Vereinbarkeit beinhaltet einerseits die Vereinbarkeit von Studium und Erwerbsarbeit, andererseits mit ehrenamtlichen Engagements, beispielsweise in Fachschaften, Gruppierungen oder universitären Kommissionen.
Die SUB unterstützt und / oder initiiert folgende Projekte zu diesem Thema: